Weinprobe bei den Fellbacher Weingärtnern 2008

Ein launiger Abend mit hochwertigen Weinen

 

 

              Die Weinproben im Herbst sind beim Schi-Verein inzwischen schon Tradition. Anne und Uli Marquardt als Organisatoren haben sich hierbei bestens bewährt. Am 17.10.2008 trafen sich deshalb circa 20 Mitglieder am Bahnsteig der U1 in Vaihingen, um nach Fellbach zu den Fellbacher Weingärtnern zu fahren. Zunächst einmal konnten wir die ganze Länge des Stuttgarter Strassenbahnnetzes erkunden, weil wir von der Endhaltestelle der U1 in Vaihingen bis zur Endhaltestelle in Fellbach fuhren. Kurz vor Fellbach konnten wir einen schönen Sonnenuntergang bewundern und mit dem letzten Tageslicht kamen wir schließlich bei der Kelter in Fellbach an. Vor der Kelter hatten wir einen tollen Ausblick auf die Weinberge, welche durch das verwelkende Laub in allen Farben leuchteten. Zunächst warfen wir einen Blick auf die Annahme, wo gerade die letzte Anlieferung für diesen Tag versorgt worden war. Im Verkaufsraum gab es dann zur Stärkung einen Begrüßungssekt, bevor wir uns in den Keller begaben, wo wir sehen, hören und riechen konnten, wie die frisch gelesenen Trauben zu Saft verarbeitet wurden. Herr Ebinger vom Vorstand der Fellbacher Weingärtner erklärte uns sehr sachkundig, was alles beim Verarbeiten der Trauben beachtet werden muss, und führte uns durch sämtliche Keller der großen Anlage. Wir sahen die riesigen Edelstahltanks, die mäch-tigen Eichenfässer und auch der Keller mit den Barrique-Fässern wurde uns nicht vorenthalten.
Am Ende der Führung, waren wir alle dann doch froh, als es in den ersten Stock ging, wo wir uns am kalten Buffet stärken konnten, und wo uns Herr Ebinger sehr unterhaltsam die Feinheiten der einzelnen Weine erklärte. Begonnen wurde die Weinprobe mit einem "Justinus K", gefolgt von einem Goldberg Riesling. Bei einem Blick auf die Weinkarte konnten wir feststellen, dass wir hauptsächlich "Premium" Weine zur Verköstigung bekamen. Nach den Weißweinen kamen die Rotweine dran. Ein Trollinger, als Hauswein der Württemberger, durfte natürlich nicht fehlen. Den Abschluss bei den Rotweinen bildete der "Lämmler Amandus" im Barrique Fass gereift. Zum krönenden Abschluss gab es dann noch eine Kerner Beerenauslese aus dem Jahre 2003, ein Dessertwein, welcher sehr intensiv schmeckte. Zwischen den Weinen erzählte Herr Ebinger interessante und lustige Begebenheiten aus dem Wengerter Leben. Er hatte sogar ein Refraktometer dabei, mit dem die Öchslegrade der Trauben gemessen werden, und sogleich versuchten wir, die Öchslezahl der Trauben vom kalten Buffet zu bestimmen. Die Zeit verging sehr schnell, und bald mussten wir an den Rückweg denken.


Im Verkaufsraum der Kelter konnte dann noch eingekauft oder auch nur weitere Weine probiert werden. Als alle mit Wein, Senf, Kerzenleuchter (was man so alles in einer Kelter kaufen kann) versorgt waren, machten wir uns frohgelaunt wieder auf den Heimweg. Nach 40 Minuten Strassenbahnfahrt durch das nächtliche Stuttgart kamen wir wieder in Vaihingen an.

Vielen Dank an Anne und Uli Marquardt für die Organisation der Weinprobe. Wir hoffen, dass Sie noch weitere interessante Plätze finden, die so interessante Weinproben anbieten. (Pius Mast)