2. Kreuz-Wanderung im Bregenzer Wald 1.-3. Juli 2005 - Erwachsene
Freitag:
Die Kreuzwanderung 2005 begann am frühen Nachmittag bei Theresa und
Wolfgang.Dort bildeten wir sechs Leute Fahrgemeinschaften und starteten gegen 14
Uhr. Auch anhaltender Regen konnte uns vom Start nicht abhalten. Bei der Ankunft
schüttete es wie aus Kübeln. Aus kleinen Bergbächen waren tosende
Wasserfälle geworden. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken im "Tannahof"
stärkten wir uns für den mehrstündigen Aufstieg zum Alpengasthof
"Edelweiß"
Samstag:
Auch dieser Tag begann in Wolken. Die langen Hosen blieben an. "Es gibt
kein schlechtes Wetter; nur die falsche Kleidung". Heute hieß das Ziel
"Elsenalpstube" auf ca. 1797m NN. Fernsicht gab es keine, dafür aber
einiges am Wegesrand zu entdecken: Ein Molch kreuzte unseren Weg. Eine Herde
Ziegen begleitete uns einige Zeit. Und die Tundra-ähnliche Landschaft übte
ihren eigenen Reiz aus. Auf halber Höhe trafen wir dann die "Gruppe der
Kinder und Jugendlichen". An Schneeresten vorbei erreichten wir gegen
Mittag den Fuß der "Mittagsspitze", dem Hausberg unserer Unterkunft.
Da die Mittagsspitze Wolken verhangen blieb, machte sich am Nachmittag ein Teil
der Gruppe auf den Weg zum Gipfel des "Hochblanken" Auf dessen
Gipfelkreuz war zu lesen: "Die Berge erzählen von der Größe
Gottes!" Bei soviel Engagement hatte Gott ein Einsehen und gab für den
Rest des Tages den Blick frei auf benachbarte Berge und Gipfel. Am abendlichen
Kaminfeuer in der Hütte war es klasse und kurzweilig.
Sonntag:
Der Morgen überraschte uns mit Sonnenschein und einem zahmen Reh. Wir konnten
zum ersten Mal beobachten, dass auch Mal ein Reh einen Hund jagen kann.
Unterwegs zur "Kanisfluh", 2094m NN, trafen wir nach ca. zwei Stunden
wieder unsere jüngere Kreuzgruppe, die uns erzählten, dass sie gestern
Steinböcke auf der "Kanisfluh" gesichtet hätten. Da wir gut in der
Zeit lagen, erlaubten wir uns ebenfalls einen Abstecher dorthin. Wir hatten
Glück! Auch wir konnten die Steinböcke unterhalb des Gipfels bestaunen. Ein
ganzes Rudel hatte sich versammelt. Leider mussten wir uns verabschieden, da wir
für den Nachmittag zum gemeinsamen Eis essen im "Tannahof" verabredet
waren. Auf diese Weise fand ein schönes und erlebnisreiches Wochenende seinen
leckeren Abschluss. Bedanken möchten wir uns auf diesem Weg noch mal bei
Rüdiger, unserem Wanderführer, der auch dieses Jahr dafür sorgte, dass wir
uns nicht verliefen. Außerdem danken wir Hartmut, dessen Planung und
Organisation uns allen dieses Wochenende ermöglichte. (Dagmar Singer)
2. Kreuz-Wanderung im Bregenzer Wald 1.-3. Juli 2005 - Jugend
An einem regnerischen Freitagmittag um etwa 14.00 Uhr trafen sich alle, die
bei der Wanderung mitgehen wollten: Kinder, Erwachsene und unsere Betreuer. Wir
Kinder/Jugendliche (Jenny, Karen, Lotti, Marina, Jacqueline, Ann-Charlotte,
Manuela, Tobias, Torsten und Dominik) waren schon ganz aufgeregt, wie denn die
Wanderung werden würde. Nach einigem Warten bis alle eingetroffen waren ging es
dann auch endlich los.
Nach einer dreieinhalbstündigen, nebeligen und verregneten Fahrt war es dann
soweit: Wir zogen alle unsere Wandersachen an, um voller Freude und Energie den
Berg hoch zu marschieren.
Bereits nach 30 Minuten kamen wir auf der Elsenalbstube in Damüls an, wo es
auch gleich ans Auspacken ging. Beim Essen mussten wir die erste schwierige
Entscheidung des Abends treffen: Essen wir Würstchen oder Schnitzel mit
Pommes?! Danach folgte die nächste schwierige Entscheidung: Welche der 120
Betten auf der, bis auf uns, leeren Hütte nehmen wir? Als dies dann auch
endlich geklärt war, haben wir noch gepokert und sind dann um 9.00 Uhr ins
Bett, wobei keiner vor 0.00 Uhr geschlafen hat. Nachdem wir um 7.00 Uhr
aufgestanden sind, fanden wir heraus, dass alles abgeriegelt war und wir nicht
in die Gaststube konnten. Erst kurz vor 8.00 Uhr wurde sie geöffnet, nachdem
alle 2 Minuten jemand nachgeschaut hat, ob sie nicht endlich offen wäre. Nach
dem Frühstück und einem Geburtstagsständchen für Torsten haben wir gepackt
und sind im Regen und Nebel weitergewandert. Bei der Hälfte der Strecke trafen
wir die Erwachsenengruppe, wobei es erstmal für alle ab 18 einen Kurzen zur
Begrüßung gab. Danach sind die Jugendlichen verloren gegangen, weil ein Ochse
auf uns zugesprungen ist. Während der Flucht vor dem Ochsen wagten wir einen
steilen und glitschigen Abstieg, wobei sich eine Person aus Spaß in den Schlamm
gesetzt hat (kleiner Scherz Karen). Nach einem kurzen Anruf warteten wir auf
unsere Betreuer, die nach ihrer Schnapsprobe die Zeit und uns vergessen hatten.
Kurz darauf kamen wir zu ein paar Ziegen, die ihre Annäherungsversuche sehr
direkt durchführten.
Wir wanderten danach, mit einer kurzen Essenspause, direkt zum Gasthof
Edelweiß. Da immer noch schlechtes Wetter war, richteten wir uns darauf ein, an
diesem Tag nicht mehr weiterzumachen. Da es jedoch noch aufriss, wollten unsere
werten Betreuer noch mal wandern gehen, außer Teresa (einer muss ja auf die
Kleinen aufpassen…;-). Also sind nur Sibylle, Hartmut und Wolfgang gegangen.
Später saßen 11 Menschen im Zimmer und haben sich über lebenswichtige Themen
unterhalten. Nach der Diskussion gab es beim Abendessen einige Wetten und
Scherze, welche zu einigen Missverständnissen führten. Die darauf folgende
Flaschenpost geriet auch in die falschen Hälse. Diese Missverständnisse wurden
bis zum späten Abend nicht mehr geklärt. Während die über 15-jährigen die
Wanderung resümierten, stürmten die unter 15-jährigen schreiend die Treppe
runter. Wir erfuhren im Nachhinein, dass sie Angst hatten, weil sie sich
Horrorgeschichten erzählt hatten (unsere 2 Kleinsten hatten die größte Angst
und sind nicht mehr alleine aufs Klo). Um ihre Angst zu lindern, erzählten sie
sich jedoch fröhlich weiter Horrorgeschichten. Uns haben sie die erste
Geschichte noch mal erzählt, aber keiner außer Lotti erschreckte sich
(Jacqueline kam unterm Tisch angekrabbelt um nachzuhelfen, dass Lotti sich zur
falschen Zeit erschrocken hat und alle außer ihr gelacht haben). Kurz danach
sind wir ins Bett gegangen, wobei die Mädchen nicht einschlafen konnten, weil
sie so Angst hatten, dass Hartmut und Sibylle sie vor "Bösen
Geistern" beschützen mussten. Am nächsten Morgen sind wir nach dem
Frühstück und erneutem Packen losgewandert. Kurz nachdem wir losgewandert
sind, mussten wir einen sehr steilen Aufstieg wagen:
300 Höhenmeter in einer Dreiviertelstunde. Als wir auf dem Gipfel dann eine
Pause gemacht haben, erschienen auf einmal die Erwachsenen, woraufhin noch
schnell ein paar Details für den weiteren Verlauf des Tages besprochen wurden.
Als alles geklärt war ging es dann wieder weiter. 2 Stunden später haben wir
dann auf einer Wiese in der Nähe von der Elsenalbstube gevespert. Da es einigen
durch die Hitze nicht so gut ging und wir auch keine Zeit mehr hatten, um wie
geplant auf die Mittagsspitze zu gehen, sind wir gleich nach der Pause
abgestiegen. Bis zu den Autos, die auf der Hälfte des Weges standen, sind noch
alle mitgelaufen, aber danach sind nur noch Jenny, Karen, Jacqueline, Marina,
Torsten, Teresa und Dominik komplett abgestiegen. Unten angekommen gab es noch
ein Abschiedseis für alle und dann ging es auch endlich/leider wieder nach
Hause. Nach 3 Stunden Autofahrt kamen wir gegen 8 Uhr bei Wolfgang an, von wo
aus sich alle auf den Weg nach Hause machten.
Wir danken Wolfgang, Teresa, Sibylle und Hartmut für diese wirklich tolle
Wanderung, die uns allen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Bitte! Bitte! Bitte! - macht wieder so eine TOLLE Wanderung!
(Bericht: Torsten, Marina und Dominik)
