| Die
neuen Volleyball-Regeln kurz gefasst
In den vergangenen Jahren beschloss die FIVB, der
Volleyball-Weltverband, eine große Zahl von Regeländerungen.
Die wichtigsten sind hier aufgeführt:
Ein bunter, dreifarbiger Ball hat den weißen
Ball abgelöst.
Der Trainer hat nun das Recht, während des
Spiels zu stehen und seinen Spielern Anweisungen zu
geben. Zuvor musste er das ganze Spiel über starr auf
der Bank Platz nehmen.
Das Rally-Point-System ist eine neue Zählweise,
die besagt: Pro Rally (Ballwechsel) einen Point (Punkt),
d.h. also für jede Aktion gibt es einen Punkt, ist
Bewegung auf der Anzeigetafel. Die ersten vier Sätze
dauern bis 25 Punkte mit einer Differenz von zwei
Punkten und einem offenen Ende (d.h. es ist auch ein
77:75 möglich). Ein entscheidender fünfter Satz wird
wie bisher bis 15 Punkte gespielt, ebenfalls mit einer
Differenz von zwei Punkten und ohne Limit.
Der Libero ist ein Spieler, der nur auf den
hinteren drei Positionen eingesetzt werden darf und die
Abwehr und Annahme stärken soll. Der Libero ist mit
einem andersfarbigen Trikot kenntlich gemacht. Er darf
nicht aufschlagen und blocken. Zudem ist es ihm nicht
gestattet, oberhalb der Netzkante einen Angriff durchzuführen.
Wenn der Libero im Dreimeterraum ein oberes Zuspiel
macht, darf die folgende Angriffsaktion nicht oberhalb
der Netzkante erfolgen, d.h. gegebenenfalls muss er im
Dreimeterraum baggern, dann ist dieses erlaubt. Der
Libero darf nur in Ballpausen eingewechselt werden.
Durch den Libero erhofft sich der Weltverband, auch
kleineren Spielern die Chance zu geben, auf höchstem
Niveau mitzuspielen.
Jeder Spieler hat nur noch einen Aufschlag,
d.h. man darf den Ball nach dem Hochwerfen nicht mehr
fallen lassen, sondern man muss ihn über das Netz
spielen (wie beim Beach-Volleyball).
Es gibt einen veränderten Strafkatalog, der
dem Fußball etwas angeglichen wurde. Eine gelbe Karte
ist nun ein Punktverlust, eine rote Karte bedeutet, dass
der betroffene Spieler für diesen Satz hinausgestellt
ist. Vor der gelben Karte gibt es die mündliche
Verwarnung.
Es ist kein Fehler mehr, wenn der Aufschlag
die Netzkante berührt (innerhalb der Netzantennen und
ohne diese zu berühren) und dann in das gegnerische
Spielfeld fliegt.
Technische Auszeiten: Sobald eine Mannschaft
den 8. und 16. Punkt macht, gibt es eine technische
Auszeit mit einer Länge von 60 Sekunden. Den Trainern
bleibt zudem noch eine weitere Auszeit mit einer Dauer
von 30 Sekunden. Diese Regel gilt für die ersten vier Sätze.
Sollte es einen fünften Satz geben, entfallen die
technischen Auszeiten und die Trainer erhalten eine
30-sekündige zweite Auszeit zusätzlich.
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