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19 | 05 | 2012

Jugendwanderung 2006 (Allgäu)

Tag 1, der 07.07.2006
Um 17:30 Uhr kamen wir am Parkplatz bei der Fellhornbahn in Oberstdorf an. Damit wir auch rechtzeitig auf der Hütte, die in 1804 Höhenmeter lag, ankamen, nahmen wir den Bus und fuhren eine Station und der nette Busfahrer nahm uns bis zu seinem Wendepunkt noch mit. Kurze Zeit später überquerten wir einen Fluss auf einer nassen Holzbrücke. Wir meisterten an diesem Tag ca. 800 Höhenmeter in 3 Stunden (inkl. Pausen). Es ging steil hoch und es fing sehr bald an zu Nebeln und in kurzen Abständen zu Regnen. Nachdem wir 600-700 Höhenmeter hinter uns hatten, lag ein Stück unterhalb des Weges ein totes Tier, das aussah als hätte es keinen Kopf; doch Wolfgang stieg zu dem Tier hinab und sagte, dass der Kopf unter dem Köper liegt und noch dran sei. Dieser Hirsch, nach diesem Tier sah der Kadaver aus, ist wahrscheinlich abgestürzt und hat sich das Genick gebrochen. Auf der Hütte erfuhren wir, dass der Hirsch schon mindestens zwei Tage dort liegt. Nach ungefähr 2,5 Stunden Gehzeit kamen wir um 20:30 Uhr auf der Hütte an. Die Hütte hatte alles was man brauchte: Eine Sauna, einen Whirlpool, Duschen, Massage,… kurz gesagt einen guten Wellness-Bereich. Die Bedienung auf der Hütte war voll geil und sehr freundlich. Die Speisekarte bot uns eine große Auswahl.

 

Tag 2, der 08.07.2006
Es gab um 8:30 Uhr Frühstück. Man konnte alles bestellen was man wollte, Hartmut und Wolfgang aßen einen Wurstsalat. Um 9:30Uhr brachen wir zur Mindelheimer Hütte, die auf 2058 Höhenmetern liegt, auf. Wir überquerten drei Schneefelder und unzählige Bäche und Flüsse. Der Weg war oft sehr steil und durch Geröll und Überschwemmungen schwer begehbar. Wir mussten erst 300 Höhenmeter hinabsteigen bevor wir uns an die 500 Höhenmeter hinauf machen konnten. Gegen Ende erschien nach jeder Bergkuppe an der man dachte die Hütte käme gleich, die nächste, noch steilere Bergkuppe. Die Hütte war bescheiden; es gab keine Duschen, das Zimmer war klein, der Waschraum roch etwas streng, es gab kein warmes Wasser (nur eiskaltes), keinen Fernseher(WM-Fieber), Essen und Trinken waren sehr teuer und man hatte wenig Auswahl. Ruben rette allen Fußballfans den Abend, denn er hatte einen Minifernseher dabei auf dem man zwar nicht viel erkannte, aber wir konnten dennoch über die deutschen Tore von Schweini jubeln, während sich die ganze Hütte alle 5 Minuten nach dem Spielstand erkundigte. Danach gingen alle zufrieden Schlafen und in der Nacht präsentierte uns Hartmut seine Schnarchkünste.
Tag 3, der 09.07.06
Nach dem Frühstück, holten wir uns unsere nassen Schuhe aus dem Trockenraum, der aber über Nacht ausgeschalten worden war, so dass die Schuhe nicht trockneten. Wir brachen zu dem Abstieg über 1000 Höhenmeter auf. Bei der ersten Pause feierte Ruben mit seiner Deutschlandfahne, auf den von ihm benannten "Deutschlandfelsen" den Sieg der Deutschen Mannschaft über Portugal. Ein nervtötendes Käferviech, das zuerst auf Torstens Schulter saß und dann noch weitere 5 Minuten um Ruben umherfliegen und leben durfte, wurde von ihm nach einem harten Kampf mit einem spektakulären Seitwärts-Flug-Kick- Tritt besiegt. Bei dieser Aktion landete Ruben mit seinem Rücken auf einem Spitzen Stein (Er hat es ohne größere Schäden überlebt). Eine anonyme Läuferin ist des Öfteren hingeflogen, weil Ruben die Julia dauernd zum Lachen gebracht hat. Der Abstieg war noch steiler als die anderen Auf- und Abstiege an den Tagen zuvor. Tillmann, Jan, Manuela und Jennifer wollten sich mit Kühen anfreunden, doch die Kühe hatten etwas dagegen und wollten sie auf die Hörner nehmen. Auch Ruben hatte noch eine Meinungsauseinandersetzung mit einer Kuh. Nach einem erfolgreichen Abstieg kühlten wir unsere Füße im Fluss, bevor wir die letzten flachen zwei Kilometer zu den Autos gingen. Vor der Abfahrt aßen wir dann alle noch ein Eis zum krönenden Abschluss. Um Punkt 20Uhr waren wir wieder in Stuttgart 
Bericht von: Torsten, Julia, Ruben, Nadine

 

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