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19 | 05 | 2012

Weinbaumuseum und Weinprobe in Uhlbach 2006

Am Freitag dem 13. Oktober 2006 trafen sich nachmittags 19 freudig erregte Vereinsmitglieder am Bahnhof in Vaihingen mit dem Ziel Weinbaumuseum Uhlbach. Mit S-Bahn und Bus wurden wir wohlbehütet von den Organisatoren Anne und Uli Marquardt dorthin geleitet. In der großen Museumshalle wurden wir von einem honorigen 85jährigen (Weinbau)Rentner empfangen, der uns die Mühlseligkeit - aber auch die Genialität - der früheren Generationen von Weingärtnern nahe brachte und die eine oder andere Anekdote zu erzählen wusste. Da er die gesamte Führung sehr interaktiv gestaltete und uns immer wieder unsere Wein- und Geschichtskenntnisse abverlangte, hatte nicht nur er nach einer interessanten Stunde eine trockene Kehle, sondern auch wir waren durstig genug, der anschließenden Weinprobe entgegenzufiebern.

Im gemütlichen Weinstüble "Rössle" innerhalb des Weinbaumuseums erwartete uns zu-nächst ein zünftiges Vesper als solide Grundlage für die nachfolgende Weinprobe. Bernhard Nanz, Leiter des Stuttgarter Weinguts, gab sich höchstpersönlich die Ehre, uns seine Weine vorzustellen. In einer gesunden Mischung aus Information und Unterhaltung lernten wir zu jedem der jeweils drei Weiß- und Rotweine Daten und Fakten und - oft mit einem Zitat von Alt-OB Manfred Rommel - einen dazu passenden Spruch kennen. So konnten wir uns überzeugen, dass die Weine nicht Gefahr laufen müssen, von Herrn Rommel mit dem Spruch

"vor Blitz und Donner ist mir nicht bang,
allein vor dem Wein vom Nordhang"

gescholten zu werden. Das Weingut der Landeshauptstadt Stuttgart stellte uns sortentypische und charaktervolle Weine vor. Diese werden erzielt durch historische Reblagen, betagte Rebstöcke, konsequenten Rebschnitt und durch Ertragsregulierung.


Wohl bekomm's


eine Busfahrt, die ist lustig...

Wein und Sprüche trugen im Laufe des Abends zu einer fröhlichen Stimmung bei. Wir wären noch länger sitzen geblieben, hätte nur der letzte Bus auf uns gewartet. So mussten wir denn aufbrechen, um eben diesen Bus noch zu erreichen. Die Linie 65 brachte uns munteres Völkchen danach über viele Stuttgarter Ortsteile nach Plieningen. Bevor wir aussteigen durften, drehte der Busfahrer für uns noch eine Extra-Schleife (die Haltestelle heißt schließlich "Schleife"). Ohne Wartezeit konnten wir in die U 3 einsteigen, die uns schließlich nach Vaihingen zurück brachte. Nachdem unser "Sommelier" Herr Nanz durch sein Studium in Weihenstephan auch Erfahrung mit dem deutschen Grundnahrungsmittel Bier hatte, folgten wir seiner Empfehlung

"schmeckt der Wein auch noch so gut,
bedarfs' des Biers zum Abschluss nicht viel Mut!"

So kehrte die Mehrzahl der 19 Weinkenner noch im Vaihinger Alten Bahnhof zum Absackerbier ein. Hier wurde den Organisatoren Anne und Uli Marquardt nochmals für die gelungene Veranstaltung gedankt, bevor sich alle auf ihren Heimweg machten.
(Klaus Kempf)

 

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