Bergtour 28. – 30.September 2007 ins Rofangebirge

Das Rofangebirge in den Brandenberger Alpen zwischen Achensee, Inntal und bayerischen Voralpen gelegen, war das von Stephan ausgeschriebene Ziel. Zehn Bergfreunde waren dabei und hatten ein herrliches Wochenende. Die Fahrt der "Vormittagsgruppe" ging über München, Kufstein und Wörgel nach Kramsach und war wirklich nicht lustig, es regnete ab Ulm ohne Ende und erst kurz vor unserem Ziel regnete es langsamer und hörte dann ganz auf.
Über den Fahrweg, mit schönen Ausblicken in das Inn- und Zillertal, war die Bayreuther Hütte (1576 m) in knapp drei Stunden erreicht. Hüttenwirt Anton hatte schon den großen Kachelofen angefeuert und nach einem deftigen Abendessen fühlten wir uns wieder fit und freuten uns auf die "Nachtwanderer". Bei der Lagerverteilung hieß es zusätzliche Decken organisieren, denn hier war`s lausig kalt.
Am Samstag ging`s dann zur Sache. Es war kühl, aber sonnig. Über das Vordere Sonnwendjoch (2224m) stapften wir im Schnee (hier teilte sich die Gruppe) zum Sagzahn (2228m). Da wir den Klettersteig meiden wollten, erlebten wir bei der Umgehung Winter pur. Hanni, Klaus und Stephan wollten es dann doch wissen und "sausten" den Kletter-steig rauf und runter.
Über die Rofanspitze (2259m) erfolgte der Abstieg über den teilweise durch Seile gesicherten Schafsteig, das Marchgatterl und die Ziereinalm. Versüßt wurde den Damen jeder Gipfel mit einem Leckerli von Bernhard (Macadamia-Konfekt aus Hawaii!!!).
Trotz des anstrengenden Tages folgte ein lustiger Abend mit Stephans obligatorischen Spielen.
Auch die Rundwanderung am Sonntagvormittag zum Ziereiner See und über das Sonnwendjoch, wurde "literarisch" begleitet von Bernhard, der bei jedem Päuschen Gedichte von Hölderlin und Eugen Roth zum Besten gab. So inspiriert kamen wir seinem Wunsch, unser Tourgefühl in ein paar Zeilen wiederzugeben, gerne nach. Hier ein kleiner Ausschnitt:
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Sibylle:
Nachts wandra, kalte Nasa,
gmiatliches Beinandrsei,
gsellige Spiel bei Bier ond Wei
steile Aufstieg, Wend ond Schnee,
des Wochnend des war schee.
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Rüdiger:
Es war mal wieder fein
mit einer größeren
Gruppe unterwegs zu sein.
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Michael:
Verreis ich mit dem Schiverein,
fällt mir`s Geschäft bestimmt nicht ein.
Und wenn nachts einer schnarcht im Lager,
hab` ich davor keinen Aber.
Sind die Mahlzeiten auch noch so klein,
das Bergwandern lass ich nicht sein,
denn in den Bergen bin ich froh,
Stephan mach weiter so.
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Beim Einschlafen
Ein Mensch möcht sich im Bette strecken,
Doch hindern die zu kurzen Decken.
Es friert zuerst ihn an den Füßen,
Abhilfe muss die Schulter büßen.
Er rollt nach rechts und meint, nun gings,
Doch kommt die Kälte prompt von links.
Er rollt nach links herum, jedoch
Entsteht dadurch von rechts ein Loch.
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Indem der Mensch nun dies bedenkt,
Hat Schlaf sich mild auf ihn gesenkt
Und schlummernd ist es ihm geglückt:
Er hat sich warm zurechtgerückt.
Natur vollbringt oft wunderbar,
Was eigentlich nicht möglich war.
(Eugen Roth)
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Nach einer Stärkung auf der Terrasse marschierten wir gemeinsam über die
schöne, aber anspruchsvolle Waldroute nach Höllenstein.
Schön war`s. (Margot Laaser).