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19 | 05 | 2012

Kanu-Wildwasserkursfür Jugendliche

24 .- 26. Juli 2009


Wie immer war unser Treffpunkt bei Wolfgang und Teresa, von wo aus wir freitags gegenhalb drei mit zwei Autos in unser Wochenende starteten. Unser Ziel war Niedersonthofenim Allgäu. Im strömenden Regen stellten wir unsere Zelte auf und grillten amAbend, mehr oder weniger durchnässt, unter den Pavillons.Der Samstag begann für unsLangschläfer schon viel zufrüh, aber der Zweck heiligt jabekanntlich die Mittel. Esnieselte zwar nur noch, dafürriss der Wind allerdingsunseren Pavillon vom Bodenund Manuela lief das restlicheWochenende mit einer Beuleam Kopf herum.Wir trafen uns mit unserenvier „Guides“ amNiedersonthofener See, wowir erst eine kleineEinweisung in die Ausrüstungund später auch zu Wasserbekamen. Wir trugen jedereinen Neopren, dicke Socken,Turnschuhe, Spritzdecke undnatürlich Helme. Die engen Neoprenanzüge waren für manche etwas gewöhnungsbedürftigund es brauchte eine Weile, bis wir vollkommen startklar waren. Dann ging es insBoot, erst ohne, danach mit Paddel. Die erste und wohl wichtigste Übung für uns wardas Aussteigen unter Wasser. Das heißt: Rein ins Boot und aufs Wasser, sich selbstumkippen, unter Wasser aussteigen und wieder raus an Land und Boot ausleeren… Esging aber leichter, als man dachte und so war die Angst davor, unter Wasser stecken zubleiben, gleich vergessen. Karenübte sich sofort in der Eskimorolle,schwamm aber leider nach derhalben Rolle immer neben ihremBoot.Nach zwei Stunden Üben auf demSee und einem ausreichendenVesper ging es auf den Fluss.Auch hier verwandelte sich derBammel eher in Spaß und Abenteuerlustund Wellen; Kehrwasserund andere kleine Hindernisse warenspaßige Herausforderungen.Emanuel meisterte eine Stromschnellesogar – ob freiwillig odernicht - rückwärts in seinem Boot,ohne auszusteigen. Unsere Guides-29-waren gut drauf und so hatten wir alle Spaß und es wurde eine lustige Fahrt.Die heißen Duschen waren nach dem kalten Wasser genau das Richtige, und am Abendaßen wir diesmal im Gasthaus, danach trennten sich die Wege. Die Kleineren von unsgingen schlafen, die Erwachsenen saßen noch im Gasthaus zusammen und Jan, Karenund Jacqueline versuchten sich auf dem Campingplatz-Trampolin.Am Sonntag ging es gleich auf den Fluss, diesmal war unsere Einstiegsstelle allerdingsviel weiter oben und somit war das Wasser wilder. Bevor wir ins Boot stiegen, musstejeder von uns einmal soweit in die starke Strömung laufen bis er mitgerissen wurde unddann versuchen, wieder ans Ufer zu schwimmen – zur Not standen zwei unserer Guidesmit einem Rettungsseil an der Seite.Schließlich ging unsere Tour los. Wirstoppten immer wieder an den Seitenin kleinen Kehrwassern, wo dieStrömung uns nicht forttragen konnte.Bei der ersten Übung musstenwir vom einen Kehrwasser über dieStrömung in der Mitte des Flussesauf die andere Seite paddeln unddort wieder ins stille Wasser kommen.Hier wurde uns das „Kanten“gezeigt: Also auf eine Seite lehnen,so dass die andere Bootsseite in derLuft hängt und dann paddeln. Jennyund Karen kenterten dabei als dieErsten... Das Kanten war bei unsnicht sonderlich beliebt, deshalbhieß es für den Rest der Tour nurnoch: „Scheiß‘ auf Kante!“ Bis zumnächsten Wehr, nach mehreren kurzenPausen und einem ausgiebigenVesper mit unseren Betreuern, bliebenalle im Boot, dann allerdingsmachte wieder Karen einen Abgangund auch Jan landete im Wasser.Kurz vor Ende waren wir alle ziemlicherschöpft, aber trotz den engenAnzügen und Manuelas Beule hattenwir immer noch gute Laune, alswir nach 16 km unsere Ausstiegstelleerreichten, die Boote umludenund in unsere trockenen Klamottenschlüpften!Insgesamt hatten wir an diesem Wochenende 25 km auf dem Wasser hinter uns gebracht.Uns allen hat es total viel Spaß gemacht und beim nächsten Mal sind wir wiederam Start!Danke an Roger, Wolfgang, Bärbel und Teresa und natürlich unseren vier Guides desKanuclub CJD Schloss Kaltenstein!

(Jacqueline Bast)

ein paar Bilder von der Kanuwanderung 2009