Wanderwoche am Herzogenhorn        14. Juni- 18. Juni 2004

Das Bundes - Leistungszentrum Herzogenhorn  war Unterkunft für 20 Teilnehmer der Wanderwoche. 
Mitten im Herzen des Naturparks und den Wanderwegen der Region Herzogenhorn / Feldberg. Ein optimaler Ausgangspunkt.

Wanderwochen haben beim Schi-Verein Vaihingen eine lange Tradition und deshalb treue aber auch anspruchsvolle Teilnehmer. Das LZ Herzogenhorn überzeugte durch Sauberkeit, guter Küche und der sportlichen Atmosphäre. Ernst und Gertrud hatten sich gut vorbereitet. So konnten alle voller Zuversicht die Woche angehen. Auch das Wetter spielte mit.
Selbstverständlich ging die erste Wanderung zum Hausberg dem Herzogenhorn mit 1415 m Höhe der zweithöchste Berg in Baden-Württemberg. Die Aussicht ist sehr umfassend. Vor allem hatte man von hier einen guten Blick zum Feldberg und zu den Wanderzielen der nächsten Tage.
Die Krunkelbachhütte war schnell erreicht. Vom Spießhorn konnte man nach Menzenschwand und bis St. Blasien mit dem Dom sehen. Das im Jahr 858 erstmals genannte Benediktiner Kloster St. Blasien war das Ziel am zweiten Tag. Es wurde, 1803 wie so viele andere Klöster auch, säkularisiert. Heute ist hier das Jesuitengymnasium untergebracht. Der Dom von 1783 wird von Menschen aus aller Welt besucht. Die Kuppel hat ihr Vorbild im Pantheon von Rom. Der Dom wurde in der jetzigen innen Ausführung 1983 fertig gestellt. Also 200 Jahre nach seiner Erbauung unter Fürstabt Martin Gerbert. Viele Brände und unsachgemäße Notbaumaßnahmen wurden korrigieren. Es ist fast ein Wunder, dass wir heute den Dom in solch stolzer Pracht vorfinden. Die Leistung ihrer Erbauer kann man nur erahnen. Vor dem Besuch hielt Ernst einen kurzen Vortrag am Brunnen des Hl. St. Blasius von 1716. Nach Kultur und Geschichte wurde wieder gewandert. Der Lehenkopf mit 1039 m Höhe und einem Aussichtsturm wurde erklommen., Berg-Bauernhöfe umgeben von Blumenwiesen und alte Bergbauaktivitäten zum Nickelabbau mit Hinweistafel würzten die Wanderung. Im Schwarzwalddorf Dachsberg fand die Wanderung bei echter Schwarzwälder Torte stilecht ihr Ende.
Zurück auf dem LZ - Herzogenhorn wartete noch eine besondere Überraschung. Der Prüfungslehrgang "DSV Nordic Walker Trainer" mit dem Ausbildungsleiter Klaus Zähringer lud uns zu einer freiwilligen Schulung ein. So lernten man den Umgang mit Langlauf - Stöcken von gut geschulten Experten. Stocklänge, Schlaufe und Befestigung im modernen Stock ebenso wie verschiedene Anwendungen. Interessant war auch das Gynastikprogramm mit Stöcken. Die Lehrgangsteilnehmer konnten mit uns ihre Lehrprobe gewissermaßen üben.
Am andern Tag war ihr Prüfungstag. Trotzdem wurde der Abend länger. Das gegenseitige Kennenlernen und die gute Stimmung wurden selbstverständlich bei einem guten Glas Rotwein fortgesetzt. Wie erwartet haben alle bestanden . Gratulation den Lehrgangsteilnehmern des DSV Nordic Walking Trainer Lehrgangs. Dem Ausbildungsleiter Klaus Zähringer und Team bestätigen wir gerne, dass Sie hervorragende Arbeit leisten. Wir werden das gelernte in unserem Verein umsetzen, haben wir uns jedenfalls vorgenommen.
Dass das LZ - Herzogenhorn ein idealer Ort für solche Ausbildungen in den Fußspuren der Weltmeister ist, hat uns überzeugt.
Unser Programm  führte weiter nach Freiburg. Die Stadtführung in Freiburg war für alle hoch interessant. Bächle, Gäßle und Münster das Thema der Führerin. Viel Geschichte war zu hören. Zum Beispiel, dass die Freiburger gerne unter Österreichischer Hoheit lebten. Erst unter Napoleon kam Freiburg zu Baden. Die Freiburger jedenfalls gehen davon aus, in der schönsten Stadt in Deutschland zu leben. Interessant auch die Erklärung zum Schwabentor. Ein Schwabe wollte die Stadt kaufen. Seine Frau hat ihm das Vorhaben aber durch List vermasselt. So erklärte uns die Stadtführerin das große Bild am Schwabentor.
Mit dieser Erklärung können beide Seiten, Schwaben und Badener gut leben. Der Schlossberg lockte hinauf zu Übersicht über die Stadt. Es hat sich gelohnt. Die Festung der Franzosen ist verschwunden. Parkwege, Aussichtsturm und Gastronomie sind heute dort verfügbar. Nach dem Besichtigungstag war man wieder richtig motiviert zu einer großen Wanderung.
Der Feldberg bisher nur aus der Ferne betrachtet sollte ausgiebig erlebt werden. Ausgehend von LZ ging's über Grafenmatt zum Hebelhof. Aussichtsreich der Weg zur Todtnauer Hütte. Weiter zur Zastlerhütte1256 m. Zur Mittagseinkehr ging's hinauf zur Baldenwenger Hütte in 1321 m. Bestes Wetter und eine gute Einkehr entschädigte voll für den langen Marsch. Jetzt lockte natürlich der höchste Berg im Ländle. Die Schneereste beeindruckten ebenso wie die Aussicht vom Gipfel. Die weißen Schweizer Bergriesen in der Ferne. Die gibt's nur selten zu sehen. Der Seebuck mit Bismarkstein zeigte nochmals ein Überbleibsel der Eiszeit, den Feldsee. Er wird das Auge des Feldbergs genannt. Das kann man dort auf informativen Tafel lesen
Zu Fuß ging's zurück zum L, das war Ehrensache. Am letzten Tag war man immer noch in guter Form. Immerhin der älteste Teilnehmer zählte 81 Jahre. Bernau konnte nun angegangen werden. Ein Teil des Westweges führte ja am LZ vorbei und Richtung Bernau Hof. Durch die blumenreichen Wiesen entlang der Alb (Bach / Fluß) erreichte man Bernau Dorf. Im bodenständigen Schwarzwald Gashof "Bergblick" stärkten wir uns für den Rückweg. Es ging ja sehr steil hinauf zur Krunkelbachhütte mit der Wetterstation des Herrn Kachelmann. Dort feierte man an diesem Wochenende groß das 50 jährige Bestehen. Zurück auf dem LZ - Herzogenhorn war die Wanderwoche zu Ende.
Voll neuer Eindrücke und Lob für die Organisatoren nahm man Abschied. Das LZ - Herzogenhorn ist in jeder Hinsicht eine gute Adresse, man muss es erlebt haben.
(Ernst Mezger)

eine kleine Nordic Walking Studie