Faschings -Skiausfahrt Geisl -Hochalm vom 17.02. bis 23.02.2007
Erlebnisbericht von "Geislhochalm Neulingen"
| Dieses Kribbeln, das die Schifahrer unserer Familie sonst
schon im November überfällt und sich dann immer mehr steigert, hatte
sich dieses Mal bis kurz vor der Abfahrt zur Geisl-Hochalm noch nicht
eingestellt. Was Wunder bei den Temperaturen und Null Schnee in Sicht. Auf
der Fahrt nach Neukirchen ging es aber endlich los, dieses Kribbeln.
Endlich die Berge in Sicht. Doch - gibt es auch genügend Schnee? Wie wird
es uns ergehen eine Woche oben auf dem Berg? Wie wird unsere Unterkunft
sein? Auch die Logistik mit Gepäck, Ski, Rucksack, …., machte uns
Kopfzerbrechen. Wie sollte das alles nur gehen? Endlich in Neukirchen
angekommen, wurden wir von Wolfgang Hülß begrüßt und in das
logistische Prozedere eingewiesen. Dann ging alles ziemlich schnell,
parken, ausladen und ab auf den Berg, denn um 16.00 Uhr machen die Lifte.
Auch um die Sorge bezüglich des Schnees wurden wir erleichtert, denn es
gab doch noch einiges an der weißen Pracht zu bestaunen und die Pisten
erwiesen sich als hervorragend präpariert. Wir wurden unkompliziert und
nett von den anderen aufgenommen und haben so schnell Anschluss gefunden.
Nach reichlich Schnitzel, Pommes und Salat saßen alle noch zusammen und
haben sich unterhalten, gespielt oder einfach den Tag ausklingen lassen. Am Sonntag wurde das Schigebiet erkundet. Sogar die Talabfahrt nach Neukirchen war noch möglich dank Kunstschnee, aber nur am Vormittag, denn am Nachmittag erinnerte das eher an Wasserschifahren. Die nächsten drei Tage wurden vom Thema Schikurs beherrscht. Nachdem letztes Jahr die Schikurse sehr gut angenommen wurden, hatte der Schiverein auch dieses Jahr keine Kosten und Mühen gescheut die Fahrtechnik seiner Mitglieder weiter auszufeilen. So wurden Alexandra (Alex) und Stefan engagiert, die sich redlich Mühe gaben Boarder und Schifahrer gleichermaßen auf den technisch neuesten Stand zu bringen. Einige Kursteilnehmer berichteten mir von vollkommen neuartigen Unterrichtsmethoden. |
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So sollten beim Buckelpistenkurs die Teilnehmer wie Delfine
über die Buckel gleiten. Begleitet von dem guten Ratschlag:
"Schnauze runter in den Schnee und über die Buckel gleiten".
Wie ich hörte, war auch der Kurzschwungkurs mit seinen Seilspielen (welche
allerdings eher an die moderne Version von Ben Hurs Wagenrennen
erinnerten) sehr beliebt. Die Wirksamkeit des Doppelstockeinsatzes
(Stockeinsatz beider Stöcke gleichzeitig auf einer Seite) als
Trainingsmethode blieb allerdings im Dunkeln. Nach so vielen Erlebnissen
wollte ich nicht nachstehen und habe mich mit meinem jüngeren Sohn für
den Anfängerkurs Carving angemeldet. Mit breitem, spitzbübischem Grinsen
wurden wir von Stefan begrüßt, der uns dann erst mal einen Exkurs über
die alpine Grundstellung gab. Für alle nicht Eingeweihten: Grundregel 1:
immer locker bleiben; Grundregel 2: Beine leicht beugen; Grundregel 3:
Oberköper nach vorne beugen, so dass das Gewicht mittig über dem Ski
ist. Das heißt dann Mittellage. Wer dann noch locker ist und beim
Schifahren das Gefühl hat auf dem WC zu sitzen, macht alles richtig.
Alles klar? Nachdem diese Feinheiten geklärt waren ging es an die ersten
gecarvten Schwünge. Spezialtipp von Stefan: Am besten beim Fahren gar
nichts denken und Beine locker unter dem Körper baumeln lassen. In Summe
war Stefan mit uns sehr zufrieden. |
| Die Faschingsfeier am Montag viel dieses Jahr fast ins
Wasser. Die Musikanlage machte Probleme, Maria hatte irgendwie die
Motivation verloren uns zu verkleiden und die Stimmung sank immer mehr.
Doch gegen Mitternacht kam die Wende. Es galt einen Geburtstag zu feiern.
Sepp überreichte dem Geburtstagskind feierlich eine Packung seiner
Smaragd Busserl Pralinés begleitet von einem Vortrag über die Geschichte
der von ihm erfundenen Nascherei. Die anschließende Mund zu Mund
Übergabe der ersten Praline sorgte noch lange für Gesprächsstoff. Nach
etwas Stärkung mit Bowle, Speck und Käse konnten wir der Stereoanlage
doch noch etwas fetzige Musik entlocken und dann wurde bis in die
Morgenstunden geschwoft. Am Dienstagnachmittag war dann noch
Faschingsparty an der Bergstation, wo richtig die Post abging. Wir hatten die ganze Woche traumhafte Verhältnisse und man konnte denken es sei kurz vor Ostern. Dem Vernehmen nach lag dies an einer Wette, die abgeschlossen wurde. Ich glaube eher an die Version "Wenn Engel reisen". Denn gleich ob alt oder jung, alle haben zu einem guten Gelingen und einem harmonischen Miteinander beigetragen. Bei einer Aufteilung auf 18 Kinder, 20 Jugendliche und 30 Erwachsene nicht selbstverständlich. Die hohe Zahl an jüngeren Teilnehmern spricht eine erfolgreiche Jugend und Familienarbeit des Vereins. Weiter so. |
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Die Geisl-Hochalm hat uns durch Ihre schöne Lage und Ihren
urigen Stil begeistert. In den Zimmern ging es meist eng aber gemütlich
zu, aber kein Problem, wir waren ja nicht zum Schlafen sondern zum
Schifahren hergekommen. Dafür mussten wir aber morgens und abends nicht
an der Kabinenbahn in der Schlange stehen um auf die Berg- oder Talfahrt
zu warten. Die Natur dort oben ist wirklich einzigartig. Man konnte Sie
bereits am Frühstückstisch mit Blick auf die Bergwelt, beim Schilaufen,
beim Ausklang des Schitages auf der Terrasse oder auch nachts bei
unvergleichlichem Sternenhimmel genießen. Am Abend hat uns die Sauna die
Müdigkeit aus den Gliedern vertrieben und das sehr gute Essen hat uns
für den nächsten Tag gestärkt. Leider gab es dieses Jahr neben
kleineren Blessuren 6 Verletzte. Es gab Kreuzbandrisse, Platzwunden,
Brüche (was halt beim Schifahren so passieren kann), aber Gott sei Dank
keine schwereren Verletzungen. An dieser Stelle vielen Dank an die Organisatoren, an Wolfgang Hülß, der immer zur Stelle war, wenn Not am Mann war, an Teresa Lis, die für alle Probleme ein offenes Ohr hatte und immer eine Lösung fand und an Karin Keitel, die Hüterin über Ordnung und Sitte, ohne Euch würde es das alles nicht geben. |
Die Woche ging wie immer viel zu schnell vorüber und gäbe noch viel mehr zu
erzählen, doch irgendwann muss jeder Bericht enden.
Wir kommen wieder.
Versprochen. (Frank, Jan und Marc Rüttler)