Faschings -Skiausfahrt Geisl -Hochalm vom 21. bis 27. Februar 2004
Am Samstag, den 21. Februar war es endlich so weit. Alle, die einen Platz
für die schnell ausgebuchte Faschingausfahrt ergattert hatten, machten sich auf
den Weg nach Neukirchen/Österreich am Wildkogel. Dank der hervorragenden
Streckenbe-schreibung, die wir von Teresa und Wolfgang bekommen hatten, fanden
auch alle das wenig bekannte Skigebiet. "Treffpunkt spätestens um 15:00 an
der Talstation ", war die Anweisung, die wir bekommen hatten. Denn unsere
Unterkunft lag dieses Jahr mitten im Skigebiet, direkt an der Piste, richtige
Hüttenferien sollten es werden. Wir mussten also mit der Gondel hinauf und mit
den Ski zu unserer Hütte fahren. Wegen des Saharasturms, der an unserem
Anreisetag über Österreich hinwegging, mussten alle, auch die Frühstarter, an
der Gondel unten bis um ca. 15:00 warten. Besonderes Pech für Karin und Uwe,
die die Nacht zuvor durchgemacht hatten, um schon frühmorgens auf der Piste zu
stehen. Als es endlich hieß, wir könnten jetzt hinauf- die Gondel fährt für
kurze Zeit damit wir zu unserer Unterkunft gelangen- wurde schnell das Gepäck
zu den Gondeln geschafft und samt Ski und uns auf den Berg gekarrt. Oben wurden
wir bereits von unserem freundlichen Hüttenwirt Josef erwartet, der unser
Gepäck auf den Pistenbulli lud und uns den Weg mit den Ski zur Hütte
erklärte. Schon hier fiel uns die besonders große Freundlichkeit des
Liftpersonals auf. Wir wurden mit einer Herzlichkeit begrüßt, als wenn wir uns
schon jahrelang kennen würden. Auf der Geislalm angekommen, wurden die Zimmer
bezogen und das Haus erkundet.
Sogar eine Sauna gab es. Nachdem unser Gepäck in
den wenigen Unterbringungsmöglichkeiten verstaut war, ging es hinunter in die
Gaststube und die ersten Weizen und Radler wurden geordert. Das Schönste an
diesem Abend war, dass keiner von uns in die Küche zum Kochen gehen musste,
denn wir hatten Halbpension und konnten es uns auch in dieser Hinsicht richtig
gut gehen lassen. Und das Essen war, wie wir schon am ersten Abend feststellen
konnten, spitzenmässig. Nach dem Essen war natürlich das wichtigste Thema: Wie
wird das Wetter, wird es besser, lohnt sich eine Liftkarte für die ganze Woche
usw. Wer dachte, ein Hüttenurlaub sei etwas durchweg ruhiges und beschauliches,
wurde nun eines besseren belehrt. Faschingsdico war jetzt angesagt, Maria,
unsere fesche und quirlige Hüttenwirtin sorgte dafür, dass alle verkleidet zur
eigens organisierten Disco erschienen. Wer hier nicht in Stimmung kam, war
selber schuld. Am nächsten Morgen begrüßte uns strahlender Sonnenschein und
alle schnallten die Ski an, um das direkt am Haus liegende Skigebiet zu
erkunden. Der Schnee war fantastisch, das Ski-gebiet abwechslungsreich und
überschaubar. Jeder kam hier auf seine Kosten. Leider hatten wir schon an
diesem ersten Skitag einen Ausfall zu beklagen. Stefan verwech-selte auf der
Piste den Skistock mit einem Wanderstock und musste dies mit einer bös
verletzten Schulter bezahlen. Dank der schnellen und hervorragenden Hilfe
unse-res Sanitätsteams
Karin, Uwe und Wolfgang wurde er jedoch bestens
notversorgt. Für Stefan war das das Aus, das Skifahren betreffend, er konnte
nun nur noch den Hütten-zauber genießen. Alle anderen jedoch genossen den
wunderbaren Schnee bei teilweise wechselndem Wetter in den folgenden Tagen.
Langeweile kam auch am Abend nicht auf. Es wurde geschwätzt, Mäxle (gell Alex)
und Karten gespielt, gefachsimpelt und manches Vierte-le oder ein gutes Helles
getrunken. Die jüngeren Kinder konnte man nach dem Essen im
"Adlerhorst" finden und die Jugend fand auch ihre diversen
Betäti-gungsmöglichkeiten. Wir waren eine wunderbar harmonische Truppe, alle
verstanden sich bestens . Unsere beiden Geburtstagskinder Karin und Wolfgang
wurden natürlich auch ange-messen gefeiert. Maria ließ ein tolles Lagerfeuer
im Schnee anzünden und wer dachte, das sei schon alles, kannte sie schlecht
"Wer hat Lust zum Fackellauf?", fragte sie. War das ihr Ernst? Da
hatte sie nicht mit uns gerechnet. Ruckzuck standen etwa 30 Skiläufer/innen
gestiefelt und gespornt vor der Hütte und konnten ihr Glück nicht fas-sen. Wir
wurden mit dem Pistenbulli die Piste hinauf gebracht. Im Schein des Mondes und
der Fackeln fuhr unsere Gruppe durch herrlichen Neuschnee zur Hütte zurück, wo
wir noch ein rasantes und schwindelerregendes Spiel miteinander durchführten.
Am Lagerfeuer ließen wir mit einem Gläschen Geburtstagssekt dieses
unvergessliche Erlebnis ausklingen. Alle waren sich einig: die Geißelalm war
ein echter Glücksgriff von Wolfgang und dass wir in den nächsten
Faschingsferien wieder hier sein würden, stand ja wohl außer Frage. So waren
die sechs wunderschönen, erlebnisreichen Ski-tage viel zu schnell vorbei und
der Abschied fiel allen schwer. Wir danken Wolfgang und Teresa für die
hervorragende Organisation und Betreuung und freuen uns jetzt schon auf das
nächste Jahr und auf ein Wiedersehen mit Maria und ihrem Team auf der Geißlalm
am Wildkogel. (Elisabeth Stumpf)